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Der Hohe Priester der düsteren Texte und Klänge verkörpert
wie kein anderer die Ambivalenz, die sich wohl in jedem Menschen
zum Thema KUNST GEGEN GEWALT ereignet und entäußert:
Der weltberühmte Popsänger äußert sich ebenso
offen zu seinen "finsteren" Phasen, wie er im Zuge der
künstlerischen Gestaltung und Formung dieselben nicht nur zu
deuten, sondern auch zu überwinden versucht.
Der breiten Öffentlichkeit am besten vertraut wurde vielleicht
sein Duett mit Kylie Minogue, "Where the wild roses grow",
eine klassische Love-Story mit düster-bedrohlichem "Unterton",
eine Vorwegnahme der Deutung der Rache und Vergeltung als künstlerische
Auseinandersetzung mit Eifersucht und verratener "One-and-only"-Liebe.
In diesem Kontext agiert Nick Cave auch im Rahmen seiner Tätigkeiten
für die "Schule für Dichtung". Während
der September-Akademie 1998 gab er sein Debüt als Lehrer, leitete
eine Klasse, hielt eine Vorlesung und trat gemeinsam mit seinen
StudentInnen im Wiener Akademietheater auf. Der absolut integre
australische Poet und Sänger hatte sich schon vor vier Jahren
mit dem Themen-Komplex der Gewalt befasst und diesen Topos auch
mit seinen SchülerInnen geteilt.
Im Jahr 2002 sind die Resultate erkennbar und präsentabel:
Zusätzlich zu Videoclips mit Statements von weiteren prominenten
LehrerInnen der "Schule für Dichtung" wie H.C. Artmann,
Wolfgang Bauer, Falco, Allen Ginsberg, Anne Waldman und anderen
präsentiert Nick Cave in Begleitung von Warren Ellis, Norman
Watt-Roy und Jim White seine Version von KUNST GEGEN GEWALT.
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