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"KUNST GEGEN GEWALT" ist eine Initiative des Vereines
"Art und Vision" mit dem Ziel eine künstlerische
und intellektuelle Debatte über ein grundsätzlich gesellschaftspolitisches
Problem anzuregen.
"Kunst war immer die Schaffung einer Gegenwelt zur realen und
hat sich immer all der Bausteine bedient, aus denen sich diese reale
Welt zusammensetzt: Krieg, Frieden, Glück, Unterdrückung,
Schmerz... Kunst ist auch ein Prozess der Sublimation und Kommunikation.
Kunst ist aber auch ein Prozess des Lernens, des Verstehens, der
Einsicht und der Läuterung. Das ist der Ausgangspunkt der von
mir ins Leben gerufenen Initiative.", so Kunststaatssekretär
Franz Morak.
Partner im Sinne einer Private Public Partnership sind der ORF,
die Telekom Austria, Siemens, das Staatsekretariat für Kunst
und Medien, die Österreichische Bundestheater Holding und die
Deutsche Bank. Eine prominent besetzte Plattform von Kunstschaffenden
und Persönlichkeiten aus dem österreichischen und internationalen
Kulturleben unterstützen die Initiative.
Christoph Brewka, Präsident des Trägervereines von "KUNST
GEGEN GEWALT": "Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, das
kritische Potential der Kunst zu nutzen und dadurch eine breite
Öffentlichkeit für das Thema "KUNST GEGEN GEWALT"
zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der Bestrebungen steht dabei
der Dialog zwischen Kulturen, Gesellschaften und Religionen".
Rudi Dolezal (DoRo) über die ART-Clips für "KUNST
GEGEN GEWALT":
"KUNST GEGEN GEWALT" ist nach der AIDS-Aufklärungskampagne
(1994-96) die zweite, großangelegte Spot-Kampagne des ORF
im Bereich des "sozialen Engagements" (Social Advertising)
für die DoRo die TV-Spots konzipiert und produziert.
Nach den Ereignissen des 11. Septembers orteten wir eine große
Sprachlosigkeit in der Künstler-Szene -
Schock, Verzweiflung, Wut.
Gemeinsam mit österreichischen und internationalen Künstlern
haben wir versucht, durch die Kreation eines neuen Genres des Kurzfilms,
der ART-Clips, einen Beitrag gegen die Sprachlosigkeit in diesem
sensiblen Bereich zu schaffen.
Herzstück der ART-Clips sind meist stundenlange, aufgezeichnete
Gespräche vor der Kamera, in denen wir zusammen mit den Künstlern
Auswege aus der Sprachlosigkeit, Strategien für Toleranz und
Menschlichkeit sowie Worte gegen jede Form von Gewalt zu erarbeiten
versuchten.
Das war nicht einfach.
Zu heikel, zu sensibel, zu komplex scheint das Thema.
Die Arbeitsergebnisse der 1. Staffel sind ermutigend, getragen vom
Engagement der jeweiligen Künstler, die ihre Beiträge
wie kleine Teile eines Mosaiks zu einem wichtigen größeren
Zusammenhang werden ließen.
Wir danken Timna Brauer, Marianne Mendt, Patti Smith, Laurie Anderson,
Hermann Nitsch und Neil Shicoff für ihren Mut bei diesem Projekt
mitzumachen wie auch den vielen Künstlerinnen und Künstlern,
die sich jetzt schon bereit erklärt haben, bei der 2. Staffel
(Februar 2003) mitzuwirken.
Fakten über die ORF-Aktion zu "KUNST GEGEN GEWALT"
Ab November werden insgesamt 20 Spots ("ART-Clips" von
DoRo) der 1. Staffel auf der gesamten Programmoberfläche des
ORF in permanenter Rotation zur Ausstrahlung gelangen.
Im Februar 2003 werden zumindest weitere 10 ART-Clips als 2. Staffel
folgen (mit weiteren österreichischen und internationalen Künstlern).
Ebenfalls im Februar 2003 wird begleitend eine einstündige
TV-Dokumentation von Dolezal/Rossacher (DoRo) ausgestrahlt, die
Hintergründe, weitere Künstler und historische Zusammenhänge
zum Thema zeigen wird.
KUNST GEGEN GEWALT
Künstlerstatements ART-Clips, 1. Staffel
NEIL SHICOFF, Opernsänger
"Wir sind auf der Welt, um als Menschen zu wachsen und Teil
dieser Entwicklung ist,
die Leute rund um uns mit einzubeziehen, mit ihnen zu wachsen und
mit ihnen zu teilen.
Wenn wir das nicht schaffen, haben wir den Sinn des Lebens nicht
begriffen.
Es geht im Leben nicht nur darum, wer das teuerste Auto fährt.
Solange große Länder nur von Geschäftemachen dominiert
werden, und der Wohlstand nicht gerecht geteilt wird, Menschen kein
Essen für ihre Kinder haben, wird sich die Gewalt fortsetzen
und immer schlimmer werden, bis die Gewalt vor unserer Haustüre
ankommt -
und dann ist es zu spät!"
PATTI SMITH, Poetin
"Krieg ist unmoralisch! Die Menschen sollten aufhören,
über den "Krieg gegen den Terrorismus" zu reden,
was wir bräuchten ist: ein "Krieg" gegen die Armut,
gegen Drogen und gegen AIDS!
In New York zu leben und mitanzusehen, wie die Twin-Towers einstürzen,
war natürlich eine unfassbare Tragödie - trotzdem müssen
wir zu verstehen versuchen, warum dieses Unglück geschah, die
Verzweiflung und die Wut jener verstehen, die diese Tat begangen
haben."
LAURIE ANDERSON, Performance-Künstlerin
"Ich mache mir Sorgen, ob wir es schaffen, die wirklich
wichtigen Dinge zu lösen:
Keine Wut zu entwickeln und nicht zu hassen!
Wie reagierst Du, wenn Dich jemand verletzen will? Eine Möglichkeit
ist : Stille.
Eine andere: den größten Feind zum Freund werden lassen.
Nur so lernst Du etwas -
sonst lernt man gar nichts im Leben."
HERMANN NITSCH, Aktionskünstler
"Krieg und Gewalt ist nicht fair. Die Gewalt ist ein schreckliches
Phänomen und man kann und darf ihr nicht mit Banalität
begegnen. Das glaube ich genügt, mehr kann die Kunst nicht
leisten.
Ich glaube, dass man die Gewalt schon verhindern kann, in dem die
Leute lernen, intensiv dazusein und glücklich zu existieren.
Ganz wichtig ist das intensive Erleben, das Ausleben, dann wird
nicht verdrängt, dann werden alle Energien in Leben umgesetzt
und es gäbe alle diese Katastrophen nicht - und immer wieder
ist es dann die Katastrophe des Krieges. Krieg ist nicht fair.
Die Lügen der Politik - das ist für mich nicht Gewalt,
das ist Heuchelei, das ist giftige Sprache, die eben zu Gewalt führen
kann. Gewalt ist nicht fair."
TIMNA BRAUER, Sängerin
"Das Wichtigste ist, aufeinander zuzugehen und versuchen,
sich in den anderen hineinzuleben. Jüdische, orthodoxe Sänger
besingen und beten die heiligsten Gebete der Muslime und umgekehrt:
die Christen und die Muslime die heiligsten Gebete der Juden.
Bei allen Traditionen, Religionen und Ideologien geht es für
mich zuerst einmal um den Menschen. Es sitzt, es steht ein Mensch
vor mir und der hat eine ganz eigene Welt und den muss man erst
respektieren, und ihn nicht sofort in eine Schublade stecken sondern:
der Mensch ist das Wichtigste.
Ich bin eigentlich ein lebendiges Beispiel für das Multikulturelle,
Vater stammt aus Österreich, Mutter aus Israel, ich bin in
Frankreich aufgewachsen, und ich sehe es als ein Privileg, als eine
Bereicherung, so offen zu sein für das Fremde, für das
Andere."
MARIANNE MENDT, Sängerin und Schauspielerin,
Vorsitzende von "SOS-Mitmensch"
"Ich habe immer gesagt, auf diese typischen Fragen in einem
Interview: wovor fürchten sie sich, und da sage ich auch noch
immer : Dummheit.
Weil Dummheit beinhaltet eigentlich alles, Dummheit beinhaltet die
Ignoranz, Dummheit beinhaltet die Intoleranz, das Scheuklappendenken,
Fanatismus - und davor fürchte ich mich.
Also die Künstler, ob das jetzt Maler oder Schriftsteller oder
Musiker oder Komponisten sind, das waren eigentlich immer Propheten
und die haben eigentlich in ihren Werken immer schon gewarnt, gezeigt
was los sein könnte, was los ist oder was los war. Die Kunst
hat nie einen Krieg ausgeübt, die Kunst hat nie einen Krieg
ausgelöst und die Kunst wird auch wahrscheinlich nicht bewirken,
dass es keine Kriege gibt. Aber die Kunst warnt.
Wenn Du Intoleranz lehrst, wenn Du Intoleranz Deinem Kind beibringst
oder vorlebst, dann wird das Kind auch intolerant werden, wenn du
ein Scheuklappendenken hast, wird das Kind wahrscheinlich auch eines
haben.
Es ist wirklich schwer, Menschen zu überzeugen, dass es uns
alle was angeht, dass wir alle was zu tun haben, es betrifft uns
alle, es ist unser Problem und das beginnt eben mit dem Respekt,
mit der Achtung vor Menschen, in allem was sie tun, sie zu tolerieren
- und das muss man den "kleinen Zwergerln" (unseren Kindern)
schon beibringen."
Die Bios der Künstler:
Neil Shicoff
www.opernhaus.ch/pressinfo/biographien/shicoff.htm
Patti Smith
www.laut.de/wortlaut/artists/s/smith_patti/
Laurie Anderson
www.laurieanderson.de
Hermann Nitsch
www.nitsch.org
Timna Brauer
www.brauer-meiri.com
Marianne Mendt
www.mariannemendt.at
Über RUDI DOLEZAL und HANNES ROSSACHER (DoRo):
Das Regie- und Produzentenduo Rudi Dolezal und Hannes Rossacher
(DoRo) arbeitet seit mehr als 25 Jahren mit ihrer DoRo-Produktion
erfolgreich mit in- und ausländischen Stars im Bereich der
Popkultur für vielbeachtete TV-, Film- und Video-Produktionen
zusammen.
Als erste und einzige deutschsprachige Regisseure gleich zweimal
für den GRAMMY, den "Oscar der Popmusik", nominiert,
gewannen sie mit ihren Arbeiten national wie international fast
alle relevanten Preise und Auszeichnungen:
mehrfache Sieger beim New York Film-Festival, US-Filmfestival Chicago,
Bronzener Löwe beim Filmfestival in Cannes, 2fache Gewinner
der "Goldenen Rose von Montreux" (inoffizielle Weltmeisterschaft
der TV-Unterhaltung), mehrere MTV- und VIVA-Awards ("Comet"),
4-malige Gewinner des ECHO (Deutscher Schallplattenpreis), 3-malige
Gewinner des "Amadeus" (Österreich), Siege beim "Filmfest"
in Rio de Janeiro, den BRITS (England), "Monitor"-Award
(International Teleproducing Society, Los Angeles) bis zum österreichischen
Staatspreis für Film und 2-maligem Gewinn der ROMY.
Arbeiten mit internationalen Stars wie Freddie Mercury und QUEEN,
den Rolling Stones, Whitney Houston, Bruce Springsteen, David Bowie,
Michael Jackson, Oasis, Miles Davis, Placido Domingo,
deutschen Größen wie Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg,
Nina Hagen,
Marius Müller-Westernhagen, Xavier Naidoo, Sarah Connor, den
Fantastischen Vier,
Trio oder Den Toten Hosen und
österreichischen Stars wie Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich,
Georg Danzer, STS oder EAV begründeten ihren nationalen wie
internationalen Ruf als erfolgreiche Musikfilmer.
Dolezal und Rossacher, deren Karriere bei der ORF-Jugendsendung
"Ohne Maulkorb" begann, waren aber auch schon immer im
Bereich des sogenannten "Social Advertising" engagiert
aktiv und erfolgreich:
So war Dolezal Initiator der Afrika-Hilfsaktion "AUSTRIA for
AFRIKA" für Karl Heinz Böhms "Menschen für
Menschen" (1985), gestalteten DoRo die AIDS-Aufklärungskampagne
mit dem ORF in den Jahren 1994-96, die im In- und Ausland für
große Beachtung sorgte und setzten mit Produktionen wie Spots
gegen Kindesmissbrauch, für Klimaschutz oder für die ORF-Aktion
"Nachbar in Not" neue Maßstäbe.
Ihre Mitwirkung als Gestalter (Buch und Regie) und Produzenten der
von ihnen kreierten
ART-Clips für die Aktion "KUNST GEGEN GEWALT" ist
daher auch im Zusammenhang ihres jahrelangen sozialen Engagements
zu sehen.
KUNST GEGEN GEWALT
Das Team der Art-Clips von DoRo
Für den Verein "Art & Vision":
Mag. Christiane Goller-Fischer
Für den ORF:
Programmdirektor Dr. Reinhard Scolik
Für die Telekom Austria:
Ing. Mag. Rudolf Fischer
Für die Deutsche Bank:
Christoph Brewka
Buch Creativ-Concept
RUDI DOLEZAL DAS MEDIENSTUDIO/MFF
Kamera Offline
HERMANN DUNZENDORFER DoRo PURKERSDORF
Ton Regie & Produktion
BERHARD MEHL RUDI DOLEZAL &
ROLAND WINKLER HANNES ROSSACHER
ALEXANDER ZITTNER
Schnitt Eine DoRo Produktion
ROMAN EICHBERGER für den ORF
BRITTA NAHLER und
"Art & Vision"
Schnittassistenz
STEFAN SCHULZ
Tonmischung
NIKI YVON
Grafik
DAN NEISS
Producer
SUSANNE BERGER
Der ORF als Partner von KUNST GEGEN GEWALT
Der ORF hat von Beginn an die Zielsetzung und die vielfältigen
Aktivitäten der Initiative
KUNST GEGEN GEWALT unterstützt: Als Zielsetzung formulierte
Staatssekretär Franz Morak bei der Vorstellung der Initiative,
"die Öffentlichkeit durch die Mittel und Ausdrucksweisen
der Kunst mit diesem Thema zu konfrontieren und zu sensibilisieren."
In einer Reihe von Veranstaltungen aus den verschiedensten Kunstsparten
- von "Jenufa" in der Staatsoper bis zum Salzburger Jazzherbst,
von der Malerei bis zur Performance im öffentlichen Raum -
die unter das Motto KUNST GEGEN GEWEALT gestellt werden, sollen
die vielfältigen Ursachen von Gewalt in unserer Gesellschaft
mit künstlerischen und kreativen Mitteln thematisiert werden.
Der ORF will damit den Diskurs zum Thema Gewalt - gerade nach den
furchtbaren Terroranschlägen des 11. September 2001 in New
York - fördern. Personell ist der ORF durch Programmdirektor
Dr. Reinhard Scolik im Vorstand des Vereins vertreten.
In erster Linie kommt die Partnerschaft des ORF durch eine kontinuierliche
und umfassende Berichterstattung über die vielschichtigen Aktivitäten
der Initiative zum Ausdruck: Über Radio, Fernsehen und Internet
konnte das große ORF-Publikum mit den Zielen und den Projekten
vertraut gemacht werden. So vielschichtig die künstlerische
Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt im Einzelnen ist, so vielseitig
waren die bisherigen Aktionen von
KUNST GEGEN GEWALT angelegt, über die der ORF berichtet hat.
Die Palette reicht von FLATZ in Krems (und in "Treffpunkt Kultur")
bis hin zur Übertragung des Gedenkkonzerts zum 11. September
der Wiener Philharmoniker aus der St. Patricks Cathedral in New
York am
24. März 2002 im ORF.
Für die von DoRo gestalteten ART-Clips stellt der ORF Sendeplätze
zur Verfügung. Eine zweite Staffel ist bereits in Vorbereitung,
eine Dokumentation mit österreichischen und internationalen
Künstlerinnen und Künstlern ist ebenfalls in Planung.
Die Statements der österreichischen und internationalen Künstler
berühren durch Präzision und persönliche Betroffenheit.
So sind die ART-Clips und in weiterer Folge auch die Dokumentation
weitere Bausteine in der Zielsetzung, eine möglichst große
Zahl von Menschen für die Auseinandersetzung mit dem Thema
KUNST GEGEN GEWALT zu sensibilisieren. Die Dokumentation wird voraussichtlich
im Frühjahr im ORF-Programm zu sehen sein.
Dank der Unterstützung des Vereins, gibt es einen weiteren
Beitrag des ORF: "Confetti TiVi", das Kinderprogramm des
ORF, ruft die jüngsten ORF-Zuschauer auf, sich in Plakatentwürfen
mit dem Thema Gewalt kreativ auseinander zu setzen. Dass auch Kinder
- leider - nicht von Gewalt verschont bleiben, ist eine Tatsache.
Diese Aktion soll Kinder ermuntern, sich spielerisch mit dem Thema
zu beschäftigen. Eine Belohnung gibt es natürlich auch:
Aus den eingesandten Entwürfen werden die interessantesten
Sujets ausgewählt. Die besten Werbeprofis Österreichs
garantieren eine professionelle Umsetzung. Schließlich werden
diese Sujets in die Wanderausstellung "Werber gegen Gewalt"
integriert. Der ORF dankt im Namen der Kinder allen Unterstützern,
dass diese Idee Wirklichkeit werden kann.
| www.kunstgegengewalt.at
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Für Rückfragen:
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Verein Art & Vision
p.A. Deutsche Bank
Hohenstaufengasse 4
1010 Wien
info@kustgegengewalt.at
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Agentur Dohr Ulli Dohr / Herta Cech Tel. 01 532 16 15 Fax. 01 532 16 19 office@dohr.net
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