KUNST GEGEN GEWALT präsentiert im Rahmen der Ars Electronica

ICONIC PANOPTICON von Sharif Waked

8.9.02, 10 Uhr bis 12.9.02, 19 Uhr Brucknerhaus, Linz


Welche Bilder verbinden wir in Österreich mit der traditionellen Kleidung afghanischer Frauen und mit der Symbolik von Schleier und Tschador?


Sharif Waked zeigt uns rechteckige, zwei Meter hohe Säulen, die wie Burkas mit schwarzem Tuch verhüllt sind und eine kleine rechteckige Öffnung haben, um die Frauen-Augen zu symbolisieren.
Waked macht uns damit gleich mehrere Dinge bewußt: Die Gewalt der Männerblicke gegen Frauen ganz allgemein ebenso wie den Kampf der Palästinenser in Israel, aber auch die diskursiv-abstrakte brutale Entblößung, die jeder sogenannten "Modeshow" auch im deutschen Sprachraum zu eigen ist.


Symbole der Gewalt, in Kleider gegossen - und ein ganz direkter Bezug auf die Situation der Palästinenser an den Checkpoints.


Wakeds Installation setzt auf die Katharsis: Er lullt uns ein mit schönen Bildern, bevor er uns plötzlich aus allzu "modischen" Betrachtungen reißt.
"Iconic Panopticon" ist u. a. auch als Frage nach einer neuen Politisierung von
(Mode-)Kunst zu verstehen, insbesondere von (Mode-)Kunst, die gezielt über Medien und neue Technologien agiert.


Als ebenso witzige wie surrealistische Manifestation der Isolation der Frau bzw. des Ich in einem gewalttätigen Umfeld reiht sich die Arbeit im Rahmen der Ars Electronica in die Aktion "Kunst gegen Gewalt" ein.


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