|
Welche Bilder verbinden wir in Österreich mit der traditionellen
Kleidung afghanischer Frauen und mit der Symbolik von Schleier und
Tschador?
Sharif Waked zeigt uns rechteckige, zwei Meter hohe Säulen,
die wie Burkas mit schwarzem Tuch verhüllt sind und eine kleine
rechteckige Öffnung haben, um die Frauen-Augen zu symbolisieren.
Waked macht uns damit gleich mehrere Dinge bewußt: Die Gewalt
der Männerblicke gegen Frauen ganz allgemein ebenso wie den
Kampf der Palästinenser in Israel, aber auch die diskursiv-abstrakte
brutale Entblößung, die jeder sogenannten "Modeshow"
auch im deutschen Sprachraum zu eigen ist.
Symbole der Gewalt, in Kleider gegossen - und ein ganz direkter
Bezug auf die Situation der Palästinenser an den Checkpoints.
Wakeds Installation setzt auf die Katharsis: Er lullt uns ein mit
schönen Bildern, bevor er uns plötzlich aus allzu "modischen"
Betrachtungen reißt.
"Iconic Panopticon" ist u. a. auch als Frage nach einer
neuen Politisierung von
(Mode-)Kunst zu verstehen, insbesondere von (Mode-)Kunst, die gezielt
über Medien und neue Technologien agiert.
Als ebenso witzige wie surrealistische Manifestation der Isolation
der Frau bzw. des Ich
in einem gewalttätigen Umfeld reiht sich die Arbeit im Rahmen
der Ars Electronica in die Aktion "Kunst gegen Gewalt"
ein.
| www.kunstgegengewalt.at
|
Für Rückfragen:
|
Verein Art & Vision
p.A. Deutsche Bank
Hohenstaufengasse 4
1010 Wien
info@kunstgegengewalt.at
|
Agentur Dohr Ulli Dohr / Herta Cech Tel. 01 532 16 15 Fax. 01 532 16 19 office@dohr.net
|
|