KUNST GEGEN GEWALT präsentiert

"Katz und Maus"
Szenen eines "lustigen Krieges" von Angelika Messner

Eine Veranstaltung im Rahmen des
Burgenländischen Kulturherbst 2002



Sonntag, 13.10.2002, 13.00 Uhr
Funkhaus Eisenstadt, Aula



Laut Lexikon ist der Zeichentrickfilm "ein Film, bei dem einzelne Bilder gezeichnet und anschließend mit einer Filmkamera aufgenommen werden". Und automatisch denkt man dabei an Walt Disney mit Micky Maus, Donald, Dagobert und Bambi, also an Kinderfilme.


Diese Kunstorm ist jedoch nicht immer gewaltfrei und daher als klassisches Kindermedium zu hinterfragen. Dieses gilt zum Beispiel für: Popeye the Sailor, Schweinchen Dick, Speedy Gonzales und ganz besonders für Tom und Jerry. Hier üben in unzähligen Jagdszenen Katz und Maus wechselseitig Gewalt aufeinander aus.


Im Funkhaus Eisenstadt spielen Thomas Freudensprung und Georg Kusztrich in virtuosen Slapstick-Szenen die Geschichten von Tom und Jerry nach. Zuerst sind die beiden noch als Comic-Figuren verkleidet, aber nach und nach entledigen sie sich ihrer Kostüme und verbleiben als zwei reale Menschen, die in Wirklichkeit eben nicht mehr nach jedem Schlag aufstehen.


Das Anliegen der Macher des "lustigen Krieges" ist es, auf Gewaltverharmlosung einerseits aber auch den Missbrauch von Erwachsenen-Trickfilmen für Kinder hinzuweisen. Diese Auseinandersetzung reiht sich nahtlos in die Diskussion KUNST GEGEN GEWALT, im Sinne der plakativen Bewusstmachung von brutalen Hintergründen im Trickfilm.

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