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Laut Lexikon ist der Zeichentrickfilm "ein Film, bei dem einzelne
Bilder gezeichnet und anschließend mit einer Filmkamera aufgenommen
werden". Und automatisch denkt man dabei an Walt Disney mit
Micky Maus, Donald, Dagobert und Bambi, also an Kinderfilme.
Diese Kunstorm ist jedoch nicht immer gewaltfrei und daher als
klassisches Kindermedium zu hinterfragen. Dieses gilt zum Beispiel
für: Popeye the Sailor, Schweinchen Dick, Speedy Gonzales und
ganz besonders für Tom und Jerry. Hier üben in unzähligen
Jagdszenen Katz und Maus wechselseitig Gewalt aufeinander aus.
Im Funkhaus Eisenstadt spielen Thomas Freudensprung und Georg Kusztrich
in virtuosen Slapstick-Szenen die Geschichten von Tom und Jerry
nach. Zuerst sind die beiden noch als Comic-Figuren verkleidet,
aber nach und nach entledigen sie sich ihrer Kostüme und verbleiben
als zwei reale Menschen, die in Wirklichkeit eben nicht mehr nach
jedem Schlag aufstehen.
Das Anliegen der Macher des "lustigen Krieges" ist es,
auf Gewaltverharmlosung einerseits aber auch den Missbrauch von
Erwachsenen-Trickfilmen für Kinder hinzuweisen. Diese Auseinandersetzung
reiht sich nahtlos in die Diskussion KUNST GEGEN GEWALT, im Sinne
der plakativen Bewusstmachung von brutalen Hintergründen im
Trickfilm.
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