DIE ZAUBERFLÖTE FÜR KINDER

28. Februar 2003, Wiener Staatsoper



"Jede Kunst steht eigenmächtig da, den Tod zu verdrängen, den Menschen in den Himmel zu führen", schrieb Bettina von Arnim (im "Briefwechsel mit einem Kinde") an Johann Wolfgang von Goethe und hat damit den Leitgedanken der Initiative KUNST GEGEN GEWALT vorweggenommen. KUNST GEGEN GEWALT initiiert eine permanente künstlerische und intellektuelle Debatte über das generelle gesellschaftliche Problem GEWALT.


"Kunst war immer die Schaffung einer Gegenwelt zur realen und hat sich immer all der Bausteine bedient, aus denen sich diese reale Welt zusammensetzt: Krieg, Frieden, Glück, Unterdrückung, Schmerz... Kunst ist ein Prozess der Sublimation und Kommunikation. Kunst ist aber auch ein Prozess des Lernens, des Verstehens, der Einsicht und der Läuterung. Das ist der Ausgangspunkt dieser von mir ins Leben gerufenen Initiative.", erklärt Kunststaatssekretär Franz Morak.


Partner im Sinne einer Private Public Partnership sind der ORF, die Telekom Austria, das Staatsekretariat für Kunst und Medien, die Österreichische Bundestheater Holding und die Deutsche Bank. Eine prominent besetzte Plattform von Kunstschaffenden und Persönlichkeiten aus dem österreichischen und internationalen Kulturleben unterstützen die Initiative.


Präsident des Trägervereins KUNST GEGEN GEWALT ist Christoph Brewka, der das Projekt an Ansporn für breite Bevölkerungsschichten sieht: "Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, das kritische Potential der Kunst zu nutzen und dadurch eine breite Öffentlichkeit für das Thema KUNST GEGEN GEWALT zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der Bestrebungen steht dabei der Dialog zwischen Kulturen, Gesellschaften und Religionen".


Ein extrem wichtiger Ansatzpunkt für diese Bemühungen sind unsere Kinder. Am 28. Februar präsentiert die Wiener Staatsoper exklusiv für Kinder der 4. und 5. Schulstufe "Die Zauberflöte" in einer adaptierten einstündigen Fassung. "Die Geschichte von Tag und Nacht, von ihrem bösen Streit, und wie er mit Hilfe der Zauberflöte doch noch gut endete" wird speziell für Kinder von Maestro Seiji Ozawa und dem Papageno dieser Produktion, Hans Peter Kammerer, erzählt. Dabei werden Instrumente und ihre Spielarten vorgeführt und Musikbeispiele aus dem Werk gebracht, wodurch die Kulisse des Wiener Opernballs einen Tag nach dem Ballfest zu einem imposanten Kinderfest wird. Die Wiener Philharmoniker, Seiji Ozawa, die SängerInnen sowie das künstlerische und technische Personal stehen für dieses Projekt unentgeltlich zur Verfügung.


"Die Zauberflöte für Kinder" ist ein gemeinsames Projekt von der Wiener Staatsoper, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Kulturstiftung der Deutschen Bank, dem ORF und der Initiative KUNST GEGEN GEWALT.

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