12. bis 15. September 2002, jeweils 20.00
Uhr, Theater im Palais, Graz
28. - 30. November 2002, jeweils 20.00 Uhr, Wagna Römersteinbruch,
Aflenz bei Leibnitz
1. Dezember 2002, 18.00 Uhr, Wagna Römersteinbruch, Aflenz bei
Leibnitz
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Der Visionär Antonin Artaud setzte sich schon in den dreißiger
Jahren des vergangenen Jahrhunderts "gegen die Unterdrückung
des Theaters durch das Wort" ein und wandte sich vehement gegen
das "psychologische Theater". Er forderte SchauspielerInnen
als "Athleten des Herzens", die "aus stofflichen
Bildern eine Poesie im Raum erschaffen" sollten, um "Themen,
Ereignisse oder bekannte Aussprüche neu zu schaffen".
Das Theater ASOU beschäftigt sich seit bereits sieben Jahren
mit grundlegenden Prinzipien des Theaters.
"Steine sind stumme Lehrer, sie machen den Beobachter stumm,
und das Beste, was man von ihnen lernt, ist nicht mitzuteilen",
hält Goethe in seinen "Maximen und Reflexionen" fest.
Ganz im Gegensatz dazu manifestieren das Projekt "Speaking
Stones" und das intensive psycho-physische Training im Vorfeld
dazu im Kontext der Initiative "KUNST GEGEN GEWALT" eine
dramaturgische Auseinandersetzung mit Steinen als (gar nicht so
stummen) Zeugen von Krieg, Zerstörung und Vertreibung. Denn
könnten Steine sprechen, was würden sie uns sagen?
"Es gibt Möglichkeiten für mich, gewiss, aber unter
welchem Stein liegen sie?" fragte Franz Kafka 1914 sein Tagebuch.
Nur ein knappes Jahrhundert später nutzen der international
renommierte Regisseur Phillip B. Zarrili und die Peggy Ramses Award-Preisträgerin
Kaite O'Reilly "steinerne" Metaphern für ihre komplexe
Montage aus Text, Bildern, Aktionen, Gesang und Musik. Speaking
Stones kombiniert Stille, Aktion und Wort zu einer Präsentation
einer "The-day-after-Situation" nach einem Gewalt-Eklat.
Ihre spannende Antwortsuche auf die Frage, ob und wie danach Annäherung
und Versöhnung möglich sind, paßt genau in das thematische
Umfeld der Aktion "KUNST GEGEN GEWALT".
| www.kunstgegengewalt.at
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Verein Art & Vision
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