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Die neue Produktion der Galili Dance Company rund um Itzik Galili
und Jaap van Keulen heißt "For Heaven's Sake" und
wirbelt als tänzerische Umsetzung des ideologischen Anspruchs
von KUNST GEGEN GEWALT den Zuseher vor dem gewalttätigen Hintergrund
des Nahostkonflikts zwischen spektakulären Tempi und Momenten
völliger Intimität hin und her. Der orientalische Sound
der israelischen und palästinensischen Live-Musiker schafft
im Zusammenhang mit ungewöhnlichen Bewegungen und theatralischen
Lichteffekten eine Atmosphäre nicht nur transzendentaler Obdachlosigkeit
- gewalttätig, gefühlsgeladen und von zerbrechlicher Schönheit.
Seit jeher befasst sich der seit Jahren in Groningen (NL) arbeitende
(und ehemalige Tänzer) Itzik Galili mit Stereotypen, wie etwa
von männlichen Charakteren. Im Lauf seiner Inszenierungen treten
immer wieder spielerische Utopie und die Frage nach der Wirklichkeit
hinter den Träumen auf.
Die Figuren tanzen ihre Identitäten kraftvoll auf die Bühne,
kommen einander näher, lösen sich von ihren fixen Bildern
und Vorstellungen des eigenen Charakters und geben sich und einander
die Möglichkeit, anders zu sein.
Die Arbeiten des gebürtigen Israeli, der als einer der weltweit
führenden Choreographen gilt, bestechen durch akrobatische
Tanzsprache und ausgeprägten Sinn für das theatralische
Moment.
Bei Itzik Galili geht es nicht um stilisierte Form oder absolut
ausgeklügelte Konzepte, vielmehr versucht er durch sein Schaffen,
einen Nerv beim Publikum zu treffen und Gedankenanstöße
zu liefern, die über den Moment des Erlebens hinausreichen
- ein wesentlicher Impuls für das Konzept der Initiative KUNST
GEGEN GEWALT, deren Aufgabe ist, das kritische Potential der Kunst
zu nutzen und dadurch eine breite Öffentlichkeit für das
Thema zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der Bestrebungen steht
dabei der Dialog zwischen Kulturen, Gesellschaften und Religionen.
Im Rahmen der Veranstaltung sind weiters das Het Nationale Ballett
aus Amsterdam mit dem Duett "Sarcasmen" (Choreografie:
Hans van Manen, Musik: Sergej Prokofiev) und der dritte Akt von
"Spartacus" mit Akteuren des Staatsopernballetts zu sehen.
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