|
Perner-Insel, Hallein
Dienstag, 13.8. Uraufführung
Mittwoch, 14.8.
Mittwoch, 21.8.
Donnerstag, 22.8.
Samstag, 24.8.
Sonntag, 25.8. jeweils 19.30 Uhr
|
|
Auf Anregung von Kunststaatsekretär Franz Morak hat sich
eine Initiative gebildet, die Projekte zum Thema "KUNST GEGEN
GEWALT" unterstützt:
Die Initiative hat das Ziel, die Öffentlichkeit durch die Mittel
und Ausdrucksweisen der Kunst mit diesem Thema zu konfrontieren
und zu sensibilisieren.
Joachim Schlömer thematisiert in diesem Tanztheater den Schwellenort
Hospital. Er befasst sich mit dem Bereich zwischen Leben und Tod,
zwischen Freude und Schmerz, zwischen Gefährdung und Heilung.
Kurz: als Synonym für die Möglichkeit und leider auch
für die reale Emanation der Gewaltausübung. Im Laboratorium
wird geforscht, operiert und getestet, aber auch gestritten, geliebt
und gestorben.
Schlömers künstlerische Interpretation "gegen Gewalt"
nimmt Bezug auf das Hospital in Lars von Triers bekannter TV-Serie
"The Kingdom". Ein Handlungsstrang befaßt sich mit
zwei Knaben, die im Laboratorium festgehalten, untersucht und einer
Serie von Experimenten unterzogen werden. Die stigmatisierten Kinder
scheinen auf seltsame Weise frei von Schmerzen zu sein. Es werden
sehr ungewöhnliche Diagnose- und Therapiemethoden wie z. B.
Geisterpathographie dargestellt.
U. a. als Anspielung auf tradierte Formen ritueller "Gewalt"-Ausübung
und speziell im Hinblick auf die Wiener Heumarkt-"Kultur"
bemerkenswert sind weiters einige Catcher als groteske Kämpfer
zwischen Schmerz und Scherz, welche die Schwerkraft des Hospitals
"aus den Angeln heben" und für einige "Begegnungen
der dritten Art" sorgen.
"The day I go to the Body" behandelt viele Formen der
Gewalt, sowohl die der Natur als auch die der Menschen: Dieses Tanztheater
geht auf soziale und emotionale Brennpunkte ein und wendet sich
gegen die Gewalt der leichtfertigen Eindimensionalität.
Jürgen Flimm gibt dem Spielort Perner-Insel mit dieser Festspielproduktion
einen neuen Akzent.
Choreographie: Joachim Schlömer
Raum & Kostüme: Jens Kilian
Licht: David Finn
Musik & Sound: Max Küng, Robert Hermann
Dramaturgie: Stephan Müller
|