|
Uri Dotan sieht seine künstlerische Arbeit gegen die Gewalt
als Schnittstelle zwischen realem und virtuellem Raum. Indem er
das "Bekenntnis" des Daniel Pearl manipuliert und verfremdet,
zeigt er uns eine misslungene Imitation einer grausamen Realität.
"Die Kinder schlagen die Fenster ein, wenn ihre Lehrer nicht
zugegen sind; die Soldaten legen Feuer an das Lager, das sie verlassen,
allen Befehlen des Feldherren zum Trotz; ohne Hemmung zerstampfen
sie das hoffnungsvollste Ährenfeld und reißen stolze
Bauwerke nieder", fragt uns Dotan im Sinne Vauvenargues'.
"Was zwingt sie, überall tiefe Spuren der Barbarei zu
hinterlassen? Ist es allein die Lust am Zerstören? Oder sollten
die schwachen Seelen in der Zerstörung sich zu Kühnheit
und Kraft erheben wollen?"
Dotan akzentuiert seine Visualisierung als im wahrsten Wort-Sinn
gewaltige Hypothese:
Die Pearl-Tragödie war ein Ereignis, das tatsächlich stattgefunden
hat, jedoch im virtuellen Medienraum.
Der Protagonist war eine paradigmatische Medienperson, nämlich
ein Journalist und somit eine Person, deren Auftrag und Beruf die
Darstellung der - auch - gewalttätigen Realität ist.
"We Fall" setzt auf die gebrochene Kraft der Letzten
Worte Pearls, auf Manipulation und Dekonstruktion von Nachrichten
und Informationen und auf eine virtuelle (und: virtuose) Kunst-Sprache
mit hybriden Halbwahrheiten und fügt sich als Veranstaltung
im Rahmen der Ars Electronica damit paßgenau in die Aktion
"Kunst gegen Gewalt" ein.
| www.kunstgegengewalt.at
|
Für Rückfragen:
|
Verein Art & Vision
p.A. Deutsche Bank
Hohenstaufengasse 4
1010 Wien
info@kunstgegengewalt.at
|
Agentur Dohr Ulli Dohr / Herta Cech Tel. 01 532 16 15 Fax. 01 532 16 19 office@dohr.net
|
|