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"Wo Gewalt angewendet wird, wird Gewalt geweckt.", hat
der deutsche Philosoph Karl Jaspers festgestellt. Damit hat er den
11. September 2001 vorweggenommen, dass ein Unmaß an Gewalt
auch zu einem großen Weckruf der Gegengewalt führen kann.
Die Fernsehbilder vom bereits brennenden ersten Turm und dem sich
nähernden zweiten Flugzeug vor dem Hintergrund einer riesigen
Rauchwolke haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt.
"KUNST GEGEN GEWALT" will helfen, die pessimistische
philosophische Aussage von Jaspers zu widerlegen. Die Menschheit
darf sich nicht zum Sklaven des "Aug um Aug, Zahn um Zahn"
machen, denn ein Unmaß an Gewalt muss nicht zwangsläufig
zu Gegengewalt führen.
Diesem Bekenntnis haben sich Künstler mit verschiedensten
Mitteln verschrieben. Der weltbekannte Musiker Bruce Springsteen
etwa hat vor wenigen Tagen seine neue CD "The Rising"
präsentiert, auf der er der Toten der Terroranschläge
vom
11. September gedenkt. Er sagt: "Ich bin mir sicher, dass es
in einiger Zeit mehr Kunstwerke geben wird, die sich mit diesem
Datum beschäftigen."
Ein solches Opus ist das Multimedia-Projekt für Musiktheater
"Wien New York Retour",
für das sich im Zeichen von "Kunst gegen Gewalt"
u. a. Sergei Dreznin, Dennis Kozeluh, Slash und Metropol-Direktor
Peter Hofbauer gemeinsam engagieren. Dreznin hat bereits Werke über
Theresienstadt, den Bosnienkrieg und über den Aufstieg rechtsextremer
Politiker in Europa komponiert und sich auch damit mit gewaltigen
Verstörungen künstlerisch auseinandergesetzt.
"Wien New York Retour" thematisiert den Verlust von Naivität
und Unbekümmertheit in einem morbiden Zeitalter und passt damit
exakt in die Veranstaltungsreihe der Aktion "Kunst gegen Gewalt".
| www.kunstgegengewalt.at
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